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20.05.2017
Stadtklinik probt für den Ernstfall
Amokalarmübung in der Stadtklinik

Mit dem Ziel, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Ernstfall zu sensibilisieren sowie definierte Schutzmaßnahmen auf Einhaltung und Effektivität zu überprüfen, führte die Stadtklinik Frankenthal am Samstag, den 20. Mai 2017 eine große Amokalarmübung durch.

Für den Ernstfall sehr gut aufgestellt ist das Krankenhaus bereits seit letztem Jahr. Mit der Erarbeitung eines umfassenden Konzepts sowie mit der neu installierten Hausalarmierung ist die Stadtklinik das regional erste Krankenhaus, das über ein solches Alarmsystem verfügt. Für jeden Alarmtyp hält die Anlage unterschiedliche Signale bereit. Schließlich müssen im Brandfall und bei einem
Amoklauf ganz unterschiedliche Maßnahmen ergriffen werden. In beiden Fällen wird automatisch eine Alarmierungskette in Gang gesetzt; Direktorium und Krankenhausdezernent werden umgehend über die aktuelle Notlage verständigt. Dass im Falle eines Amokalarms wirklich alles sicher und reibungslos funktioniert und um mögliches Verbesserungspotential zu erkennen, wurde am Samstag eine große praktische Übung initiiert, in die das gesamte Haus eingebunden war. Mit von der Partie waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtklinik, insbesondere Mitarbeiter der Technischen Abteilung und der IT-Abteilung, das gesamte Direktorium, Mitarbeiter der Frankenthaler Polizei, der Feuerwehr und des Ordnungsamtes sowie Oberbürgermeister Martin Hebich, Bürgermeister und Krankenhausdezernent Andreas Schwarz und Beigeordneter Bernd Knöppel.
Bevor es losging, startete bereits am frühen Morgen die Übung mit einer kurzen Besprechung und der Verteilung der Aufgaben. Dann schlug der Pflegedirektor Oliver Hannappel in der Zentralen Notaufnahme Alarm. Diana Pfeuffer, Gesundheits- und Krankenpflegerin drückte umgehend den Notknopf und setze sich telefonisch mit der Polizei in Verbindung, die in die Übung involviert war und ebenso auf der Polizeiwache für den Notfall übte.


 
 

Die Monitore der PC-Bildschirme zeigten das Wort „Amokalarm“. Wie es auf den einzelnen Stockwerken und Funktionseinheiten aussah, vor allem ob die technischen Voraussetzungen erfüllt wurden und wie schnell die Mitarbeiter reagieren konnten, überprüften die dort positionierten Beobachter. Im Falle eines Amoklaufs sollten sich Pflegekräfte, Ärzte, Patienten und Besucher auf den Stationen verbarrikadieren, die Stationseingänge schnellstmöglich schließen und sich an einer geschützten Stelle der Station aufhalten.



 

Die Mitarbeiterin des Empfangs verließ nach dem Alarm, wie vorgesehen, umgehend das Foyer und richtete Telefon- und Lautsprecheranlage außerhalb der Klinik ein, um weiterhin mit dem Krankenhaus sowie mit der Polizei kommunizieren zu können.
Nach ca. 20 Minuten war die Übung beendet und alle Beobachter fanden sich zu einer Abschlussbesprechung ein. Viele der Schutzmaßnahmen aus dem Katastrophenschutzplan klappten reibungslos, an manchen Stellen sieht die Stadtklinik noch Verbesserungspotential. So lassen sich zum Beispiel manche Türen durch die alte Bauweise nicht richtig schließen oder sind im Notfall zu schnell zu öffnen.


Die Vorschläge zur Optimierung werden in der kommenden Zeit geprüft und umgesetzt. Ein großes Ziel wurde allerdings erreicht. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich in der Woche bis zur eigentlichen Übung nochmal intensiv mit dem Thema Amokalarm und dem dazugehörigen Notfallplan auseinandergesetzt.