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Dr. med.
Franz Ulrich Zittel

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Carmen Buschle-Schmid
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Oberarzt Herr Dr. med. Jost
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Für das Einsetzen eines künstlichen Kniegelenkes steht uns ein Navigationsgerät zur Verfügung, welches den Operateur bei der Durchführung der einzelnen Operationsschritte unterstützt. Hierzu werden einzelne, individuelle Messwerte des Patienten wie Fehlstellung der Beinachse, Größe der relevanten Knochen und Winkel der Knochenstrukturen zueinander über einen Infrarotsensor an das Gerät übertragen. Die erforderlichen Sägeschnitte können so den einzelnen Verhältnissen entsprechend errechnet, sehr genau angepasst und millimetergenau überwacht werden. Das Navigationsgerät greift nicht in die handwerklichen Operationsschritte ein, es ist kein Operationsroboter. Auch kann die Navigation im Bedarfsfalle jederzeit abgebrochen und die Operation wie gewohnt fortgesetzt und erfolgreich beendet werden.

Ziel der Operation ist die sparsame Entfernung der geschädigten Knochen- und Knorpelanteile und Ersatz derselben durch Metall und Kunststoffimplantate. Hierbei soll die Beinachse und die Beweglichkeit so gut als möglich wiederhergestellt werden.

In Rückenlage und Oberschenkelblutsperre (damit es während der OP nicht blutet) werden zunächst Haut und Unterhautfettgewebe mittig über dem Kniegelenk durchtrennt. Nach Eröffnen der Kniegelenkskapsel wird zunächst die Kniescheibe bearbeitet und Knochenauswüchse abgetragen. Innen- und Außenmeniskus sowie das vordere Kreuzband sind durch die Arthrose meist stark geschädigt und müssen für den weiteren Operationsverlauf ohnehin entfernt werden. Im Folgenden werden die Messwerte für die Navigation des Unterschenkels vervollständigt. Entsprechend wird der Schnitt am Schienbeinkopf geplant und mit Hilfe einer Sägeschablone durchgeführt.

Im nächsten Schritt werden die knieseitigen Anteile des Oberschenkels vermessen, die Sägeschnitte geplant und mit verschiedenen Schablonen in Form gebracht. Mit dem Einsetzen von Probeimplantaten kann der korrekte Sitz vorab überprüft und die Höhe des Kunststoffplateaus endgültig festgelegt werden. Nach abschließender Bearbeitung der Knochen werden die Metallkomponenten in Unter- und Oberschenkel einzementiert und das dazwischenliegende Kunststoffplateau (Polyethyleninlay) schienbeinseitig befestigt.

Beendet wird die Operation durch schichtweisen Wundverschluss und Einlage einer Schlauchdrainage in das Unterhautfettgewebe.

Die Nachbehandlung mit physiotherapeutischer Therapie umfasst Gangschulung unter Vollbelastung und regelmäßige Anwendung einer Motorschiene. Nach abgeschlossener Wundheilung (meist 11. Tag nach Operation) wird der Patient in eine ambulante oder stationäre Rehamaßname entlassen.

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